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WM-Vorbereitung
Trainingslager der BSV
 Trainingsgruppe in Largs – Untypisch Schot(t)land
( 3.6. – 8.6.2010 )

 

Am Donnerstagnachmittag dem starte unsere Reise nach Schottland, die als geplantes Trainingslager begann, dann jedoch eher als Kurzurlaub endete.

Mit dabei waren Stella Altmann, Katja Kowalski, Tobias Graf, Phillip Kasüske, Felix Hoff, unser Trainer Olaf Koppin und ich, Anja Weick.

Da wir bei unserer Abreise eigentlich mit Regen und viel Wind gerechnet hatten, staunten wir nicht schlecht, als uns angenehm milde Temperaturen, Sonne und fast Flaute erwartete, was sich tatsächlich durch die ganzen vier Segeltage zog. Aber wir sollten noch mehr sehen, was man weniger mit Schottland verbunden hätte.

 In Glasgow angekommen, wurden wir abgeholt und nach Largs gefahren, von wo aus wir mit der Fähre zur „Isle of Cumbrae“ übersetzten, auf der sich unser Quartier, das „Sortscotland National Centre Cumbrae“ befand. Neben diesem und Kuhfeldern schien es auf der Insel auch erstmal nicht mehr viel zu geben. Trotzdem bildeten die Berge, Inseln und die pure Natur um uns herum eine beeindruckende Landschaft.

 Nachdem wir uns am nächsten Morgen schon sportlich betätigt und unsere mehr oder weniger guten Charterboote in Beschlag genommen hatten, ging es auch schon das erste Mal aufs Wasser.

Wie erwartet, hatten wir durch die Tide relativ viel Strom, der uns bei dem schwachen Wind zumindest auf Vorwind gut voranbrachte. Die kleine Welle und die drehenden Winde erinnerten jedoch mehr an einen Binnensee, als an Seerevierbedingungen. Und so konnte man sich auf viel Wichtigeres konzentrieren, vor allem auf das, was da im Meer schwamm.

Delfine und Robben waren auf dem Wasser unseren ständigen Begleiter und verschönerten uns die Zeit, in der wir auf Wind warteten.

 

Auch am zweiten Tag machten wir eine merkwürdige Entdeckung.

Da diesmal gar kein Wind  war, hatten wir uns Fahrräder ausgeliehen, um die Insel zu erkunden, als wir in Millport, dem einzigen Ort auf der Insel, Palmen entdeckten. Wer hätte dort schon damit gerechnet?

Nun fuhren wir also einmal um die Insel, erklommen den höchsten Berg (850m) und stellten fest, dass das Segelrevier doch größer ist als angenommen. Auch die nächsten beiden Tage blieb der Wind weitestgehend aus und so hatten wir zum Leitwesen von Olaf doch relativ viel Freizeit, die wir unter anderem mit Muschelsuchen, Karten spielen und einem kurzen Ausflug nach Largs verbrachten.

 

Naja, trotzdem wir wenig segelten, war es ein gelungener Kurztrip, um uns mit dem Revier vertraut zu machen und uns die Gegend anzusehen.

Auf jeden Fall hat es die Vorfreude auf die JWM geweckt und wir wissen jetzt, was wir machen, um unsere Laune zu verbessern, wenn es einmal nicht so gut läuft: Delfinwatching.

 

Anja Weick, GER 197214

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