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Splash-Worlds 2010 in Takapuna/Neuseeland
Vom 02.01.2010 – 08.01.2010 fanden in Takapuna/Auckland/ Neuseeland die diesjährigen Weltmeisterschaften im Splash, einer in Neuseeland und in Europa vor allem in den Niederlanden stark verbreiteten Einhand-Bootsklasse, statt. Und ich war die einzige deutsche Teilnehmerin. Da vielen von Euch bekannt sein dürfte, dass ich von Hause aus derzeit eigentlich 420er Seglerin zusammen mit meiner Vorschoterin Wiebke Lechler bin, werdet Ihr die nicht unberechtigte Frage stellen:

Wie kommt Svenja eigentlich dazu, eine Splash-WM zu segeln?
Splas-WM-Eröffnung
Team Germany bei der Eröffnung
Nun, ich bin ja gerade für 5 Monate als Austauschschülerin in Auckland in Neuseeland und habe das Glück, in einer sehr segelbegeisterten Gastfamilie zu wohnen. Alle meine drei Gastgeschwister, die Zwillinge Benjamin und Nicolas sowie ihre etwas ältere Schwester Jessica, segeln Opti im dortigen Kohimarama Yacht Club.

Und einer der Väter aus diesem Yachtclub war auch Mitorganisator der Splashworlds 2010 in Takapuna. Er sprach mich dann darauf an, ob ich nicht Lust hätte mitzusegeln und nach kurzem Nachdenken sagte ich also zu. Er organisierte dann einiges an Training und auch ein Boot für die Zeit vor der Regatta für mich und so leistete ich dann meinen Beitrag zur „Internationalität“ des Ereignisses.

Es waren natürlich auch eine ganze Reihe von anderen ehemaligen Opti-Seglern dabei, so beispielsweise der Weltmeister von 2007, Chris Steele aus Neuseeland und der Europameister aus dem gleichen Jahr, Etienne le Pen aus Frankreich, der in Neukaledonien lebt. 

Leestart

Stert in Lee 2
GER 2611 startet in Lee
Wie geplant kam mein Gastvater Andrew daher mit mir am 02. Januar gegen Nachmittag pünktlich zur Eröffnung aus den Ferien zurück.

Nach einigen Ansprachen wurde uns ein typischer Maoritanz vorgeführt und anschließend hatten alle zehn teilnehmenden Nationen die Chance auf ein Teamfoto mit den Ureinwohnern Neuseelands.

Das Charterboot hatte ich schon zwei Wochen zuvor abgeholt und zum Training mit zum Ferienhaus genommen, sodass ich es jetzt nur noch schnell aufriggen musste.

Die Vermessung am nächsten Tag ging komplikationslos über die Bühne und gegen 13.00 ging es dann für alle raus aufs Wasser zum Practice Race. Dieses hatte, wie eigentlich immer, keinen wirklichen Renncharakter, die meisten aus meiner Gruppe drehte nach Tonne 2 ab und segelte zurück in den Hafen, ich beendete noch den Outerloop und machte mich dann auf meinen Weg in Richtung Strand.
Auf der Kreuz

Auf der Kreuz 2
Auf der Kreuz
Insgesamt waren 74 Teilnehmer/innen dabei und es wurde in zwei Gruppen gesegelt.
 
Die Wettervorhersage für den nächsten Tag bewegte sich zwischen 18 und 23 Knoten, im Splash nicht wirklich mein Ding, sie sollte aber leider Recht behalten.

Im ersten Rennen kam ich trotzdem zu meiner Verblüffung als Zweite an der Luvtonne an, konnte diesen Platz aber bei auffrischendem Wind auf der zweiten Kreuz leider nicht halten und überquerte die Ziellinie als Zehnte.

Durch die restlichen zwei Wettfahrten des Tages kämpfte ich mich dann so durch und beendete den Tag auf dem 36. Gesamtplatz. Der nächste Tag ähnelte in den Bedingungen stark dem ersten Tages und so wich auch meine Gesamtplatzierung nach sechs Wettfahrten nur geringfügig von der des Vortages ab.

Am dritten Wettfahrtag sollte nun über den Einzug in Gold – und Silbergruppe entschieden werden. Bei Leicht- bis Mittelwind segelte ich einen 5. und einen 11. Platz. Und schaffte so mit Platz 28 den Einzug in die Goldgruppe.

Kurz vor der Tonne 1

Auf dem Weg zur Tonne 1
Auf dem Weg zur Tonne 1
Auch der erste Tag in der Goldfleet wurde von Leichtwind beherrscht und ich konnte mich unter anderem mit einem 11. Platz weiter im Ranking nach oben kämpfen, lag nun vor dem Finaltag auf dem 24. Platz und war außerdem zweitbestes Mädchen.

Für den nächsten Tag waren eigentlich 15 Knoten vorhergesagt, doch leider hielt der Wetterdienst seine Versprechungen nicht und wir segelten die letzten beiden Rennen bei konstanten 25, in Böen auch mal 30 Knoten. Nach einem Rennen immer noch auf dem 3. Platz bei den Mädchen liegend, musste ich mich nach 2 Läufen dann leider noch der Weltmeisterin des Vorjahres geschlagen geben und landete auf dem undankbaren 4. Platz bei den Mädchen. Das war erstmal etwas enttäuschend für mich, da ich vor dem letzten Tag schon auf einen Platz auf dem Treppchen gehofft hatte.

Insgesamt wurde ich 27. in der offenen Wertung. Neuer Weltmeister wurde Chris Steele aus Neuseeland, bei den Mädchen gewann Laura Hemingway, ebenfalls aus Neuseeland.

Obwohl ich wie beschrieben denkbar knapp an einem Podestplatz gescheitert bin, war es insgesamt eine tolle Erfahrung für mich, in einer komplett neuen Bootsklasse zu starten. Auch die Strömungsverhältnisse vor Takapuna waren oft rennentscheidend und eine echte Herausforderung.

Abschließend möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Gastfamilie, den hilfsbereiten Leuten des Kohimarama Yacht Clubs, und natürlich bei meinen Eltern bedanken, ohne die das Ganze für mich nicht realisierbar gewesen wäre.

Eure Svenja

Splash GER 2611

Eigentlich aber 420er 53176

Die kompletten Ergebnisse findet ihr auf der Eventsite

Die Seite der Splash-Vereingigung von Neuseeland

Weitere Fotos findet ihr hier
Auf Vorwind

Nach dem Start


Svenjas Gastvater

 
 


 



                

     

     

     

     

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