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Kunststoffcup
Weltmeisterschafts-/Europameisterschaftsqualifikation 
im Optimisten


30.04.-03.05.09


 











 

 

 


Gestern Morgen noch war ich mir ganz sicher. Bei der EM bin ich dabei. Nur noch eine Wettfahrt. Das würde reichen. Das packe ich. Drei Punkte aufholen. Solange keine 5 bft ist, kein Problem! Und dann kam nichts mehr zustande. Ich war ganz schön enttäuscht.

Seit dem denke ich darüber nach, wo ich die drei Plätze verloren habe. Da gab es einige Situationen.

Ich hatte heute aber auch gar keine Lust einen Bericht zu schreiben, doch Papa sagt, dass man auch "mit Enttäuschungen leben lernen muss".  "So ist der Sport". Das gehöre auch dazu.

Jetzt sitze ich hier mit ihm und Tobias und wir schauen uns die ganzen Bilder an. Papas, die von Frank Nägele und von dem Stick der DODV. Tolle Bilder. Und dabei merke ich, das es schon super war nur dabei gewesen zu sein.

Aber von Anfang an.

Nach unseren Ergebnissen in Slowenien und den Regatten in Ribnitz und Rahnsdorf waren wir bestens vorbereitet. Schon Ende letzten Jahres bei der Polish Open und dem internationalen Teamrace war klar, das Max und ich richtig gut drauf waren. Zur WMA hatte uns unser Trainer richtig gut vorbereitet.


Björn Glawe mit Max und Fabi bei der Vorbesprechung

Wir waren hoch motiviert und konzentriert. Es war eine 3-4 bft vorhergesagt, genau mein Wetter.


Max und Fabi konzentriert beim Auslaufen

 Die Stimmung war angespannt, selbst die Möwen wussten um was es geht...

Möve Marvin, eingeflogen aus Frankreich
Möwe Marvin vom Fotowettbewerb 2008 aus Frankreich eingeflogen ;-)

Die erste Wettfahrt war ein Traum. Ganz leicht habe ich sie gewonnen und Max wurde Fünfter. So hätte es weiter gehen können. Allerdings nahm der Wind zu und erreichte bald eine 5 bft. Das hatten wir schon lange nicht mehr.


Die Brandung wurde immer stärker, die Welle auch....

In der zweiten Wettfahrt wurde ich 10. und in der dritten und vierten  fehlte mir die Kraft und die Konzentration.
Trotzdem war ich nach dem ersten Wettfahrttag noch auf einem Qualifikationsplatz für die Europameisterschaft.
Beim Reinfahren sah ich die Kitesurfer. Die sind ja nur bei starkem Wind auf dem Meer.

Auch am zweiten Wettfahrttag war wieder eine 3-4 bft angesagt, aber das "Spiel" kannte ich schon. Dieses mal sogar eine gute 5 bft und eine noch höhere Welle, als am Vortag. Wieder schwanden mir die Kräfte und ich fuhr in Serie einen 5., 16., 31. und 53. Platz. In der letzten Wettfahrt bin ich leider vollgelaufen :-(


Start am zweiten Tag

Und die Bilder von der DODV und Frank Nägele zeigen, was auf dem Wasser los war:




Kampf mit den Kräften war angesagt




Janek Jakob stand die schwere See gut durch




Nico Ambrasas drückt sich noch vor Oliver Oczycz


Far East-Team Mitglied Finja Cipra auf einem "Wellenbergkamm" in Führung


Severin Rothlauf vor einer Flutwelle ;-)


Berg- und Talfahrt

Kein Wunder, dass die Bayern immer vorne zu finden sind: Berge und Täler!
Da können wir "Flachlandtiroler" nicht mithalten :-)

Max und ich hatten schon Angst um Max` jüngere Schwester Fanny. Die hatte aber Spaß und alles super gemeistert.


Fanny Popken

Nach dem zweiten Wettfahrttag war ich 13. und 14 Punkte von einem EM-Platz entfernt. Aber die nächsten Tage war Leichtwind angesagt. Und so hatte ich Hoffnung. Der dritte Tag wurde auch der "Berliner Tag". Ich gewann die erste Wettfahrt vor Max (2.), Frederick Eichhorst (3.), Muri Schröder (5.), und Paul Nägele (6.). Nur Severin Rothlauf vom Bayerischen Yachtclub konnte sich zwischen die Berliner "Mafia" schieben.

Unser Trainer war auch guter Dinge und hatte uns im buchstäblichen Sinne "im Auge", äh, in der Brille.


Björn Glawe nach der neunten Wettfahrt, die Wettfahrtsieger in der Spiegelbrille


Paul Nägele hatte Spaß


Einer der Jüngsten: Frederick Eichhorst auf dem Wasser "ohne Boot"

Eine Wettfahrt war für mich zu wenig. Trotz des Sieges blieb ich auf dem 13. Platz. Ich musste auf den Sonntag, den letzten Wettfahrttag, hoffen. Am Morgen kam Papa vom Brötchenholen und sagte, dass etwas Wind ist. Er war extra am Strand vorbeigefahren. Den Rest der Geschichte kennt ihr schon vom Anfang, oder den Berichten auf den anderen Homepages.

Es kam keine Wettfahrt mehr zustande.

Gewonnen hat unangefochten...


Paulina Rothlauf

...aber auch Luis Tarabochia brauchte sich als Dritter nicht hinter einer Welle zu verstecken:

Maxi Müller und den anderen Teilnehmern an den internationalen Meisterschaften gratuliere ich natürlich auch, wünsche viel Spaß und viel Erfolg!

Wir sehen uns bei den Regatten!

Euer Fabi*

*(mit Ghostwriter Tobi und Papa)