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Opti-Weltmeisterschaft in
Langkawi/Malaysia |
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Januar 2011 Fotos: ©DODV, Jan Marten und Fabian Graf
Winterchaos in Deutschland. Das ist mir normalerweise egal. In diesem Jahr war es etwas anders. Die Einhaltung der Flugpläne an den Flughäfen interessierte mich. Ich musste nämlich am 22.12.10 um 8 Uhr beim Treffpunkt des WM-Teams am Frankfurter Flughafen sein. Um 12 sollte dann unsere Maschine nach Kuala Lumpur starten. In den Nachrichten sagten sie, dass die Interkontinentalflüge fast alle pünktlich fliegen. Das war aber auch nicht mein Problem. Mein Problem war der Zubringerflug der mich mit meinem Trainer Thomas Läufer um 6 Uhr nach Frankfurt bringen sollte. Die Inlandsflüge fielen nämlich fast alle aus. Also brach bei uns Zuhause schon zwei Tage vor dem Start Nervosität aus. Bahn, Auto, Mitfahrzentrale, es wurden viele Lösungen durchdacht, mein Vorschlag Skilanglauf wurde nur nicht angenommen, weil ich mit meinem Rigg zuviel Gepäck hatte. Es schien jedoch zu dieser Zeit so ziemlich die schnellste und sicherste Fortbewegung in Deutschland zu sein. Auf jeden Fall entschieden wir uns dann aber doch für einen früheren Flug am Tag davor.
Wir hatten dann einen 12stündigen Flug vor uns. So weit bin ich noch nie geflogen. Langweilig war mir aber nicht. Es gab Filme, Essen und Trinken und mit unseren iPods hatten wir ausreichend Beschäftigung...
...und schließlich konnte man auch noch...
...schlafen! Dann mussten wir noch in Kuala Lumpur in das Flugzeug nach Langkawi umsteigen. Nach einer Stunde Flugzeit waren wir dann da und wurden gleich gut darauf eingestimmt, warum wir da waren. Überall hingen Plakate, die auf die Weltmeisterschaft aufmerksam gemacht haben...
Kaum angekommen, holten wir uns gleich die Far-East Charterboote im Verein. Da außer Marvin alle von uns im Far-East Racing Team fuhren wir ja "unsere" Boote. Später bezogen wir die Zimmer im Hotel und gingen noch Essen. Aber dann ging es auch schon früh schlafen, denn wir waren zu dem Zeitpunkt ja schon 36 Stunden wach. Da wir gegen die Erdrehung geflogen sind, waren wir sieben Stunden voraus. Die Nacht ist also quasi wie im Im Flug verflogen :)
Das diese Nacht die letzte vor Weihnachten war, ging irgendwie ein bisschen unter. Heiligabend trainieren war wohl für alle neu. Wir segelten 1-2 Stunden bei gutem Wind und einer großen Hitze. Für meinem Geschmack etwas zu heiß. Das Revier war nicht leicht, so hatten wir uns das aber auch schon vorgestellt.
Und dann Weihnachten auf eine ganz andere Art: Mit kurzer Hose unter freiem Himmel und haben mit anderen Sportlern gemeinsam Spiele gespielt.
Es folgten ein paar Trainingstage. Die Sonne heizte uns ganz schön ein, aber der Strom umso mehr. Damit kamen wir zunächst gar nicht zurecht. Wir versuchten bei leichtem Wind ein Konzept zu finden. Die Nachbesprechungen von Thomas, die traditionell beinahe länger als das Training dauern, haben uns dann auf die Wettkämpfe eingestimmt. Und dann kam am 28.12.10 die Eröffnungsfeier...
... mit Fotoshooting...
Und dann ging es endlich los! Die WM Ingmar startete wie eine Rakete und war am Ende des ersten Tages auf Platz acht. Bei mir lief es so lala, immerhin wurde ich in der zweiten Wettfahrt Sechster. Allerdings hatte sich mein Praddel gelöst, die Jury hat mich kontrolliert und deshalb bekam ich eine 10%-Strafe :( Marvin lag bereits in Lauerstellung. Irgendwie liefen die Wettfahrttage alle gleich ab und ich kam insgesamt nicht in den richtigen Rhythmus. Zu Sylvester hatte sich Marvin auf den vierten Platz vorgeschoben. Mit allen Teams wurde organisiert Sylvester gefeiert. Zwar sind wir ja sieben Stunden vor Deutschland ins neue Jahr gekommen, aber wir feierten schon um 22 Uhr. Denn Neujahr war wieder Wettkampftag... Am 02. und 03. Januar war dann Teamrace. Wir hatten uns viel vorgenommen. Die Vorrunde überstanden wir mit drei Siegen gegen Russland, Chile und Hongkong. Nur gegen Spanien haben wir bei Gleichstand verloren. In der Finalrunde haben wir dann zwei Duelle hintereinander gegen Italien und Norwegen verloren. Damit waren wir ausgeschieden. Marvin hat sich bis zum Schluss Chancen auf eine Medaille erhalten und wurde am Ende als Fünfter bester Europäer. Klasse Leistung! Herzlichen Glückwunsch! Ich hatte mir für die WM viel vorgenommen, aber es lief überhaupt nicht. Am Ende war ich 139. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung und eine super Veranstaltung. Layday Am Layday ging es auf eine Erkundungstour durch Langkawi/Malaysia. Wir besuchten mit Booten und Landgängen die wunderschönen Mangrovenwälder mit ihrer eindrucksvollen Natur und einer lebendigen Tierwelt. Es war faszinierend. Pünktlich um 11:00 wurden wir mit einem Taxi vor dem Hotel abgeholt, das uns zum Ausgangspunkt unsere Reise bringen sollte. Angekommen, warteten wir auf unseren Kapitän...
und sahen schon so manche Tier z.B. Affen, die in den Bäumen saßen und vor uns weg liefen.
Unsere Erlebnistour durch Flüsse und Höhlen ging auf zwei kleinen Booten los. Wir sahen viele Tiere, angefangen von interessanten Fischen, die uns mit Wasser bespritzten, bis zu Adlern die uns eine fantastische Show bei der Fütterung lieferten. Die Adler trauten sich sehr nahe an unsere Boote heran und man staunte ganz schön, wie riesengroß diese Tiere waren.
Die Natur der Mangroven war überwältigender als gedacht! Zum Ende der Tour führte unser Kapitän uns zu einem einsamen Strand, der zum Baden, Toben und Sonne tanken gemacht war.
Am Nachmittag war unser Ziel eine Fischfarm. Dort wurde erst einmal unser großer Hunger gestillt. Erneut staunten wir über die Vielzahl der Tiere die in den Mangroven lebten, das eindrucksvollste Tier aus meiner Sicht war der Rochen. Er war beinah so groß wie ich, trotz all dem traute wir uns alle ihn zu streicheln. Keine Sorgen alle haben noch fünf Finger an einer Hand.
Die Vielfalt der Natur war beeindruckend und eine schöne Abwechslung zu einem Segeltag.
Zum Ausklang des Tages machten wir es uns in
der Hotellobby gemütlich und plauderten mit anderen Seglern über die
Erlebnisse des Tages.
Es gibt einen coolen Film von der WM. Da gibt es auch
eine Passage mit uns.
Euer Fabi |
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